Der Königsberger Johann Georg Hamann (1730-1788) ist nicht nur mit seinen Schriften eine Mittelpunktsfigur des 18. Jahrhunderts, seinem Leben an der nördlichen Peripherie des preußischen Reichs zum Trotz. Auch sein Briefwechsel, u.a. mit Kant, Mendelssohn, Herder, M. Claudius, F.H. Jacobi gibt, neben dem persönlichen Gespräch, Einblicke in die kulturgeschichtliche, philosophische und politische Diskussion seiner Zeit. 1954 hatte Arthur Henkel vom Inselverlag Frankfurt/Main den Auftrag erhalten, den Neudruck der von Walther Ziesemer begonnenen Briefedition fortzusetzen und die Ausgabe mit den Bänden III-VII abzuschließen. Über die schwierige editorische Arbeit neben der Lehrtätigkeit Henkels in Marburg, Göttingen und als Heidelberger Ordinarius geben die Vorreden der Briefbände Auskunft und nennen hilfreiche Mitarbeiter. Die Edition wurde 1979 abgeschlossen: Johann Georg Hamann Briefwechsel. Band I - III hg. von Walther Ziesemer und Arthur Henkel, Band IV - VII hg. von Arthur Henkel. Frankfurt/Main 1955-1979). Bei der Arbeit an dem schwierigen Autor verstand sich der Wunsch nach einer Kommentierung von selbst, der Henkel nach der Emeritierung (1980) kontinuierlicher nachgehen, sie allerdings nicht abschließen konnte. Nun kann unter der Adresse https://www.hamann-briefwechsel.de ein Kommentar mit Anmerkungen sachlicher Art zu den Briefbänden eingesehen werden, ebenso das Gesamtregister Personen/Autoren/Werke, die Register der lateinischen und griechischen Zitate und Loci sowie eine Zusammenstellung der bezeugten, aber verschollenen Briefe von und an Hamann.