Das DFG-Projekt "Professorale Karrieremuster der Frühen Neuzeit"veranstaltet am 20.-21. November 2017 an der HAB einen Workshop zum Thema "Gelehrtenkarrieren vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert: Datenanalyse und Forschungsperspektiven". Gesucht werden Beiträge, die sich aus historischer Perspektive mit den Bedingungen erfolgreicher wissenschaftlicher Karrieren befassen, wobei das 18. Jahrhundert als wichtige Umbruchszeit in der Entwicklung der modernen Forschungsuniversität besonders interessiert, sowie Präsentationen zu innovativen digitalen Projekten in diesem Bereich. Näheres entnehmen Sie dem folgenden Call for Papers.

 

CfP: Workshop „Gelehrtenkarrieren vom Mittelalter bis ins 20. Jahr­hundert: Datenanalyse und Forschungsperspektiven“

Veranstalter: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Kooperation mit der HTWK Leipzig

20.–21. November 2017, Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel

Das DFG-Projekt „Professorale Karrieremuster der Frühen Neuzeit: Entwicklung einer  wissenschaftlichen Methode zur Forschung auf online verfügbaren und verteilten Forschungsdatenbanken der Universitätsgeschichte“, durchgeführt in Kooperation von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, lädt zu einem Workshop zur Erforschung gelehrter Karrieremuster mit Methoden der Digital Humanities ein. Leitfrage des Projekts ist die nach den Bedingungen für den beruflichen Erfolg von Professoren im frühneuzeitlichen Universitätssystem. Wem gelang an einer vormodernen Landesuniversität die Berufung auf eine Professur, und welche Abfolgen von Professuren und Ämtern lassen sich in den Biographien erkennen? Welche wissenschaftlichen und politischen Netzwerke beeinflussen den beruflichen Erfolg von Professoren? Welche Veränderungen weist dieses Berufungssystem im Übergang zur Moderne auf? Anhand der Professorenkataloge von Leipzig und Helmstedt sowie weiterer Datenbanken soll eine Methode erarbeitet werden, sich diesen Fragen mit informationstechnischen Methoden zu nähern. Grundlage dafür ist das Heloise Common Research Modell (HCRM) zur projektübergreifenden Forschung im Bereich der Universitätsgeschichte im Europäischen Netzwerk Heloise.

Ziel dieses ersten Workshops ist die Präsentation von verfügbaren Forschungsdatenbanken im Bereich der Bildungs- und Gelehrtengeschichte und die Diskussion ihrer Verwendbarkeit im Hinblick auf aktuelle Fragen der Forschung. Der CfP richtet sich daher besonders an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die prosopographisch orientierte Forschungen zur Geschichte des Gelehrtentums bzw. des Professorenberufs betreiben. Mögliche Themen sind Patronage und Netzwerkbildung, die Funktionsweise gelehrter Körperschaften oder die Strategien des akademischen Publizierens. Zum anderen sind Beteiligte an Projekten angesprochen, die digitale Daten zur Gelehrtengeschichte publizieren, aufbereiten oder visualisieren. Geplant sind 20-minütige Vorträge, die Publikation ausgewählter Beiträge in einer peer-reviewten Fachzeitschrift wird von den Veranstaltern angestrebt.

Beitragsvorschläge bitten wir in Form eines Abstracts bis zum 31.08.2017 einzureichen. Für die Teilnahme ohne Vortrag bitten wir um eine formlose Anmeldung.

 

Kontakt:
Dr. Hartmut Beyer, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, beyer@hab.de
Prof. Dr. Thomas Riechert, HTWK Leipzig, thomas.riechert@htwk-leipzig.de